Welche Daten festgehalten werden

Die EU-weite Vorratsdatenspeicherung kommt und Heise.de stellt die umfangreiche Giftliste der betroffenen Daten vor, die künftig mindestens sechs Monate festgehalten werden (etwas abgekürzt):

Angaben wie Rufnummern, Benutzerkennungen, IP-Adressen und Namen sowie Anschriften von Teilnehmern zur Rückverfolgung und Identifizierung sowohl der Quelle als auch des Adressaten einer Nachricht, Bestimmung von Datum, Uhrzeit und Dauer, IMSI- und IMEI-Nummern zur Feststellung der Teilnehmer- und Gerätekennung beim Mobilfunk. Zur Bestimmung des Standorts mobiler Geräte müssen die Anbieter ferner die Funkzelle bei Beginn einer Verbindung sowie “Daten zur geographischen Ortung von Funkzellen durch Bezugnahme auf ihre Standortkennung” während des gesamten Speicherzeitraums festhalten.

Internet: Verbindungsdaten zum Zugang, zu E-Mail und zur Internet-Telefonie. Benutzerkennungen sowie auch hier Name und Anschrift des Teilnehmers anhand dessen IP-Adresse, Kennung oder Rufnummer bei VoIP (Voice over IP)

Komplett hier nachzulesen (PDF), Artikel 5.

Angeblich geht es um die Bekämpfung der “organisierten Kriminalität und des Terrorismus”. Jeder, der sich ein bisschen informiert, wird jedoch schon wissen, wie er sich der Überwachung zu entziehen hat. Übrig bleibt also Ottonormalsurfer und -telefonierer, der fortan unter Generalverdacht steht und dessen alltägliche Kommunikation en detail dokumentiert und festgehalten wird, wobei angeblich nicht die Inhalte betroffen sein sollen. Stark für die Speicherung der Daten eingesetzt hat sich auch die Musikindustrie. Deren Beweggründe dürften bekannt sein.

Zum Thema: tagesschau.de – Wer will was speichern und warum?

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